Trickfotografie – Stahlwolle

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Mit diesem Beitrag möchte ich ein großes Themengebiet der Digitalfotografie in Angriff nehmen. Dabei handelt es sich um die sogenannte „Trickfotografie“.

Wie der Name schon sagt wird bei dieser Art der Fotografie mit vielen kleinen Tricks gearbeitet um erstaunliche Endergebnisse zu erzielen, wie sie viele noch nicht kennen.

Für den Anfang möchte ich hier ganz speziell ein Thema behandeln:

Stahlwolle in der Fotografie

Der ein oder andere wird mich jetzt wohl schon für verrückt erklären, da Stahlwolle nicht wirklich was mit Fotografie zu tun hat.
Doch wenn man weiß wie, lassen sich mit Stahlwolle und ein paar weiteren Accessoires geniale Bilder zaubern.

Für den Anfang heißt es hier erst einmal einkaufen, aber keine Sorge, allzu teuer wird es nicht werden.

Wir brauchen:

1x Schneebesen
1x 3-5m Schnur (je nach geplantem Endergebnis)
1x Stahlwolle 0000 (0000 steht für die Feinheit)
1x Feuerzeug
1x Handschuhe

und natürlich eine Spiegelreflex Kamera +Stativ mit der Langzeitbelichtungen möglich sind.

Nun da wir alles haben beginnen wir mit den Vorbereitungen:

Wir nehmen den Schneebesen und ggbefestigen die Schnur am Stil, so dass wir ihn wie ein Lasso schwingen können. (gut festbinden 😉 )
Und damit sind unsere Vorbereitungen auch schon so gut wie abgeschlossen.

Jetzt suchen wir uns einen Ort aus, an dem das finale Foto entstehen soll. Wichtig ist hier, dass sich an diesem kein brennbares Material befindet (Der Wald und die Stadt sind somit schon mal 100% tabu!). Am besten wartet man hier auf den Winter oder sucht sich einen großen, offenen Parkplatz ohne (!!) Autos, bzw einen  langen Steg am See.

Haben wir ein hübsches passendes Plätzchen gefunden, warten wir auf die Nacht und  stellen das Stativ und die Kamera auf.
Die optimalen Einstellungen unterscheiden sich je nach Lichtsituation und Aufnahmedauer, doch sollte die Blende nicht zu sehr geschlossen werden. Den Fokus stellen wir auf unendlich (man sollte mindestens 10m von der Kamera entfernt stehen) und sind damit bereit für die Aufnahme.

Nun nehmen wir unter Verwendung der Handschuhe die Stahlwolle zur Hand, lockern sie so gut es geht auf und stecken sie in den Schneebesen. (nicht zu sparsam sein)

 

Dann ist es auch schon Zeit für die Aufnahme:

Die Schnur wickeln wir um die Hand und achten darauf dass noch genug vorhanden ist um den Schneebesen wie ein Lasso kreisen zu lassen. Anschließend starten wir die Langzeitbelichtung oder lassen sie von einem Assistenten starten, stellen uns in angemessener Entfernung zur Kamera (UND zu jeglichem Brennbaren Material!) auf und zünden die Stahlwolle an (Ja, die brennt!).

Die Stahlwolle beginnt zu brennen/glühen und wir beginnen nun den Schneebesen zu schwingen. Dabei lassen sich die verschiedensten Formen realisieren, ganz nach Belieben.

Durch den Luftzug, der durch das Drehen entsteht, verbrennt die Stahlwolle umso schneller und heißer und durch die Fliehkraft schleudern Funken in alle Richtungen (daher nichts Brennbares in der Nähe ;)). Während ihr dreht, wird euch zwar vorkommen das ganze kann nicht allzu toll werden, doch sobald ihr die Aufnahme gestoppt habt, werdet ihr feststellen, dass es sich gelohnt hat den Aufwand zu betreiben.

BlueLights

 

 

 

 

 

 

 


Da ich es ja noch nicht erwähnt habe möchte ich hier nochmals 18+erwähnen: Bitte nicht in der Nähe von brennbarem Material, Kindern, anderen Personen, Tieren, Aliens oder anden Lebewesen machen!
Die Funken sind extrem heiß und nicht ungefährlich. Daher sollte auch immer Wasser in der Nähe sein und man sollte lieber nicht das lieblings T-Shirt tragen 😉

Jetzt aber viel Spaß beim ausprobieren.
Wer möchte kann mir gerne die Ergebnisse zuschicken und ich veröffentliche sie auf meiner Facebook-Seite.

Sollten noch Fragen bestehen, einfach in die Kommentare oder eine Nachricht an mich 🙂

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